Für wen der Bürgertest auch weiterhin kostenlos bleibt?

 


 

Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wird es weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Antigen-Schnelltest geben. Dies betrifft insbesondere Personen mit einer medizinischen Kontraindikation sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Nach der Testverordnung (§4a TestV) können sich also folgende Personen auch nach dem Ende der kostenfreien Bürgertestung am 11. Oktober 2021 kostenlos mit einem Schnelltest testen lassen:

  • Kinder die unter 12 Jahren alt sind oder Kinder, die erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind.

  • Menschen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können.

  • Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Ständige Impfkommission hat für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die kostenlose Testung ist auch dann möglich, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt hierüber

  • Für vormals Schwangere bzw. Stillende hat die STIKO am 10. September 2021 eine generelle Impfempfehlung herausgegeben. Bis zu dieser Empfehlung lag eine medizinische Kontraindikation im Sinne des neuen § 4a Nummer 2 der CoronaTestV vor. Es gilt für diese Personen ab dem 10. September eine Übergangsfrist von 3 Monaten. Demnach haben vormals Schwangere bzw. Stillende noch bis zum 10. Dezember 2021 einen Anspruch auf kostenlose Testung nach § 4a Nummer 2 TestV. Der Nachweis kann durch den Mutterpass belegt werden.

  • Wer sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Absonderung begeben musste, kann sich kostenlos testen lassen, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.

  • Minderjährige können sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos testen lassen.

  • Schwangere können sich bis zum 31. Dezember kostenlos testen lassen. Zwar hat die STIKO kürzlich eine generelle Impfempfehlung herausgegeben. Schwangere sollen dennoch ausreichend Zeit haben, sich über die Impfung zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen.

  • Wer aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland kommt und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurde, kann sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos per Schnelltest testen lassen.

  • Außerdem können sich Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben, weiterhin kostenlos mittels Schnelltest testen lassen.

Es muss bei Inanspruchnahme der Testung ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden. Wer aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden kann, muss ein Zeugnis vorlegen. Aus dem Zeugnis muss die Überzeugung der ausstellenden ärztlichen Person oder der ausstellenden Stelle hervorgehen, dass eine medizinische Kontraindikation gegen eine Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 besteht. Außerdem muss der Name, die Anschrift und das Geburtsdatum der getesteten Person sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, enthalten sein. Die Angabe einer Diagnose ist nicht erforderlich.


Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Schwangerschaft verwendet werden.


Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist, können ihre Anspruchsberechtigung durch die Vorlage ihrer Studienbescheinigung und ihres Impfausweises nachweisen.


Teilnehmende an Impfwirksamkeitsstudien können sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahme-Nachweis ausstellen lassen.

 


 

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